

Konzept, Regie
Nicola Dahlinger
Choreographie
Vanessa Mildenberg
Kostüm
Jeanette Sendler
Performer
Claudine Biswas, Scott Bradbury, Roberta Gotti, Kathy Hoyland, Tanja Johnson, Vanessa Mildenberg, Joe Morrell, Thomas Thoroe
Eine Produktion von Nicola Dahlinger mit Unterstützung von Friends of Brompton Cemetery
Brompton Cemetery, London, 1999
Inspiriert vom Brompton Cemetery in London, arrangiert Nicola Dahlinger eine Auswahl der Gedichte in vier Phasen - Krankheit und Sterben (Nights of 1990), Tod und Verlust (Fragments from an Explanation, After you died und Night Letter), Abschied nehmen und Sehnsucht nach Kontakt (Feast of Salt), Rückblick und Erkenntnis (Banners). Diese Phasen werden als Reise mit einem Erzähler, einem Chor von Geistern und den Zuschauern durch die vier Kolonnaden des Friedhofs inszeniert. Die Stimmung des Friedhofs - Ekstase, Sterblichkeit und Alltag - entspricht durch die Mischung graffitibeschmierter Kolonnaden, überwucherter Gräber, einer aktiven Schwulenszene, Joggern und Hundespaziergängern dem ersten Gedicht Nights of 1990. McCann schreibt über sein gleichzeitiges Erleben von körperlicher Leidenschaft und körperlichem Verfall. Für den Chor von Geistern gestaltet Jeanette Sendler Kostüme aus Filz, Moos und Rinde, die der Oberflächenstruktur der Grabsteine ähnelt und so eine Verbindung zwischen den Grabsteinen, den Performern und den Zuschauern schaffen.
"The story takes us into seedy backstreets for early sexual encounters, into depersonalised hospitals in the vain battle for life and off on anguished drinking binges in the wake of the inevitable bereavement. Informing this narrative are the themes of touching and breathing, leading to a fantasised reunion with the loved one and releasing the narrator back out of the underworld. […] Whatever one´s private response, the event itself is a great pretext for indulging melancholy emotions of one´s own, recollected in the tranquility of this beautiful cemetery." Time Out, August 1999